Stressreduktion

Stress gibt es nicht

Als ich 15 Jahre alt war, besuchte meine Mama einen Vortrag über Stress.

Der Vortragende war ein bekannter Chefarzt, den meine Mama (sie war Krankenschwester) überaus schätzte. Dementsprechend gespannt war sie.

Viele Menschen hatten sich eingefunden, um neue Erkenntnisse über das für alle relevante Thema Stress zu erhalten.

Der Vortrag begann pünktlich um 20 Uhr. Der Chefarzt stellte sich ans Rednerpult und legte eine Folie auf. Auf der Folie stand in groß und fett:

Stress gibt es nicht.
Stress macht man sich.


Das war’s. Er verließ den Raum und hinterließ eine verblüffte Zuhörerschaft, die zum Teil weit angereist war.

Um 20.15 Uhr war meine Mama wieder zu Hause und erzählte mir ihr Erlebnis. Wie gerne wäre ich live dabei gewesen.

Stress gibt es nicht.
Stress macht man sich.


Zum Beispiel bei der Arbeit.

Ich bin selbständig und ich habe mir klargemacht:

  • Ich muss meine Mitbewerber nicht ständig im Auge behalten und gehetzt überholen. Ich kann einfach meine Arbeit gut und sorgfältig machen. Das reicht und bringt mittelfristig sogar bessere Ergebnisse, weil ich bessere Laune habe. Stoppe mal die Zeit, wenn du mit dem Auto von A nach B fährst. Einmal fährst du voll offensiv und überholst alles und jeden. Und einmal fährst du relaxt. Du überholst wenn überhaupt nur den Traktor oder den Sonntagsfahrer. Ich habe das Experiment ein paarmal gemacht und war ziemlich verblüfft über das Ergebnis. Bei einer 30 Minuten Fahrt habe ich gerade mal 3-5 Minuten eingespart in der Raser-Variante.
  • Ich muss nicht alles auf einmal machen. Ein Schritt nach dem anderen reicht. Erstmal einen Blog-Artikel schreiben. Pause. Dann Support leisten. Pause. Dann meine E-Mails lesen und beantworten (…) Zen-Meister empfehlen das auch und sie sind die Meister in Gelassenheit und Glückseligkeit..
  • Ich muss nicht alle Optionen durchdenken, wenn ich eine Entscheidung treffe. Ich kann auch schnelle Entscheidungen treffen, wenn es nicht gerade um Leben und Tod geht. Studien zeigen, dass man nicht nur Zeit spart, sondern diese schnellen Entscheidungen sogar oft zu besseren Ergebnissen führen. Ein Grund dafür ist, dass man sich im Nachhinein nicht so viele Gedanken macht über die möglichen Alternativen, die man verpasst hat und die man sich vorher beim Überlegen ja schon lange ausgemalt hat. Das führt zu einer besseren Gefühlslage und das wiederum zu mehr Energie für die Umsetzung.
  • Ich muss nicht 10 Stunden am Tag arbeiten. 6 fokusierte Stunden sind oft besser. Dann kann ich Pausen machen (eine der wichtigsten Aufgaben als Unternehmer) oder zwischendrin mal eine Stunde joggen gehen und danach duschen. Und dann wieder beschwingt weiterarbeiten.
  • Ich muss nicht telefonisch erreichbar sein. Ich habe vor ca. 1 Jahr die Entscheidung getroffen, grundsätzlich nur noch über Termin telefonisch erreichbar zu sein. Manchmal nehme ich zwar auch jetzt noch ab und an mal spontan ein Gespräch an, aber wenn ich konzentriert arbeite, dann ist mein Telefon aus. Ich arbeite seitdem besser und fokussierter.

Ich muss gar nichts.

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