Angst ist eine Lüge

Vertrauen statt Angst

Vorgestern habe ich einen interessanten Menschen kennengelernt. Ich nutze dann immer die Gelegenheit und stelle Fragen.

Unter anderem habe ich folgende Frage gestellt:

„Wenn ich die Welt verbessern will…wo soll ich dann ansetzen?“

Die Antwort kam prompt:

„Bei der Angst … eine Welt mit weniger Angst ist eine bessere Welt.“

Mir fiel sofort ein Gebet ein, dass mir ein ehemaliger Pfarrer, der aus der Kirche geflogen war, vor 15 Jahren geschenkt hat. Es war seine Version des „Vater unser“…. mit dem ent-patriarchalisierten Titel:

VATER MUTTER UNSER

Vater Mutter unser
Unendliche Liebe, die du bist in allem
Geheiligt werde dein Name
Dein Reich komme
Durch uns, auf dieser unserer Erde
Unser tägliches Brot gib uns heute
dadurch, dass wir lernen, alles miteinander zu teilen
Und lass uns einander alle Schuld vergeben
Und führe uns durch die Versuchung,
um das Böse der Angst zu verwandeln in Vertrauen.

Denn dein ist die Fülle und die Freude und die Schönheit, in Ewigkeit
Amen

Das Böse der Angst zu verwandeln in Vertrauen. Nicht indem wir der Versuchung komplett widerstehen (purer Größenwahn). Sondern indem wir durch die Versuchung hindurch gehen und lernen, unsere Angst-Dämonen, die uns von unserem wahren Selbst (Aristoteles nannte es „Entelechie“) abhalten, zu ignorieren oder zu verwandeln.

In unserem Gespräch war das Thema „Angstbefreiung“ Ausgangspunkt für viele weitere Gedanken.

Zum Beispiel haben wir uns über Traumata unterhalten und die Möglichkeit, die eigenen Traumata als EntwicklungsCHANCE des Schicksals zu betrachten. Reframing.

Wir kamen auf ein Buch zu sprechen mit dem Titel:

„Die Heilung der Gefühle: Angst ist eine Lüge.“

Der Titel ist so spannend, dass ich mir das Buch allein schon deshalb besorgen werde.

„Angst ist eine Lüge“.
Wenn ich das Buch gelesen habe und sich dieser Satz für mich auch nur als halbwegs richtig herausstellt, dann werde ich den Satz im Rahmen meiner Möglichkeiten in die Welt bringen.

Auch die Stoiker fanden Angst destruktiv. Auf ihre wunderbare Weise haben sie ein Mindset geschaffen, in dem Angst wenig Platz hat:

„Richte deine Gedanken folgendermaßen aus: Du bist eine alte Person, du wirst dich nicht länger wie eine Marionette von jedem Gefühl leiten lassen (…)“
(Marc Aurel, aus „Der tägliche Stoiker)

„Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Meinung, die wir über diese Dinge haben.“
(Epiktet, aus „aphorismen.de“)

„Vielen Menschen schadet vor allem die Angst an sich, und das Schicksal vieler Menschen hat sich bereits erfüllt, während sie noch auf die Erfüllung ihres Schicksals warten.“
(Seneca, aus „Der tägliche Stoiker“)

Ich weiß noch nicht genau, ob Angst eine Lüge ist, aber ich bin mir ganz sicher, dass sie uns abhält, der oder die zu werden, die wir sein können.

Interessante Leser-Kommentare

Udo schreibt dazu:
„mit Interesse verfolge ich deine Gedanken zu den verschiedenen Themen. Das Thema Angst ist ein sehr zentraler Punkt für das Verhalten vieler Menschen. Vor vielen Jahren habe ich mir mal Gedanken über die Angst gemacht und für mich das Thema auf den Punkt gebracht:
Angst ist eine Fantasie über Zukunft, nicht mehr und nicht weniger. Das Leben an sich ist unsicher. Erst wenn man bereit ist diese Unsicherheit zu akzeptieren, werden sich neue Türen öffnen.“

Waltraud schreibt dazu:

„Angst hat den Wortstamm angh = engh.
Wenn der Mensch nicht atmet, dann wird ihm eng ums Herz.
Wenn ihm eng wird, bewältigt er seine Aufgaben nur noch erschwert.
Angst ist auch schwer. Stellen wir und unsere Lungen wie einen Luftballon vor, der ohne Luft=Lust nicht in die Höhen schweben kann.

Atem = Odem = Gottesgeist, der uns durchfließen muss, um Input für das Erdenleben zu bekommen.

Kurz gesagt: ohne Luft keine Lust.

Mit Luft viel Lust, keine Enge, mit Luft Leichtigkeit, die fast alles gelingen lässt, was auf unserem Weg gemeistert werden will.

Somit wäre es eine Wertung, Angst als Lüge zu bezeichnen.
Angst ist einfach nur eng, atemlos und nicht sinngebend, wenn wir, mithilfe des Gottesgeistes unser Leben besser managen können

Ohne reichlich Lust geschieht vieles aus einem Engezustand heraus, gekämpft, erzwungen, es pflutscht einfach nicht.
Es macht keinen Spaß, ohne Luft, Lust und eng zu leben.

Atem ist das große Geschenk, das nichts kostet. Und es ist unklug, es nicht als Geschenk des Himmels anzunehmen.

Lieber Markus, atme und Du verlierst jegliches Engegefühl, das, logischerweise, Angst erzeugt.

ATME = hole Gottesgeist, der in der Atmung liegt, ebenso Lichtpartikelchen, in Dein Inneres.

Seele ist Odem, ist Atem, ist Atman. Klar, seelenlose Wesen fürchten sich vor allem. Die Seele ist das Licht des Lebens.“

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